Erwachsenenbildung- Unsere Philosophie

Von Anfang wollten wir in unserem Seminar neue Wege der Ausbildung gehen. Von manchen traditionellen Formen haben wir uns verabschiedet, weil sie uns für den heutigen erwachsenen Menschen nicht mehr zeitgemäß erschienen.

Wie lernt ein Erwachsener?

Die Waldorfpädagogik berücksichtigt schwerpunktmäßig die Entwicklungsstufen der Biographie jedes Einzelnen, so dass sehr genau unterschieden wird, ob ein Kind, ein Jugendlicher oder ein Erwachsener lernt. So haben wir uns mit der Frage einer adäquaten Erwachsenenbildung auseinandergesetzt und sie in unsere Ausbildung integriert.

Während traditionelle Ausbildungsformen teilweise nach dem Dreischritt „ Vormachen – Nachmachen – Üben“ verfahren, wollen wir den persönlichen Lehr- und Erziehungswillen des Einzelnen wecken, das eigene Bemühen in den Vordergrund rücken. Rudolf Steiner ließ erste Waldorflehrer gerne Fächer unterrichten, die sie nicht studiert hatten, wohl weil er die Anstrengung – das individuelle Bemühen – des Lehrers um den neuen Stoff für die Kinder erziehungswirksamer und für den Lehrer impulsierender einschätzte, als das reine übernommene Fachwissen.

Nicht nur aufnehmen, sondern in Bewegung kommen

Wir wollen nicht durch Stofffülle, sondern durch beispielhafte, fokussierende Begegnungen mit der Waldorfpädagogik impulsieren. Dabei soll jedes Seminar so nah wie möglich an der Wirklichkeit sein.

Deshalb sind die Erwachsenen-Ausbilder in der Regel Lehrer und Erzieher, die aus der Praxis für die Praxis an unseren Schulen und Kindergärten tätig sind. Daneben bilden auch Fachleute aus anderen Disziplinen aus wie z.B. Ärzte im heilpädagogischen Bereich, Sprachgestalter, Heileurythmisten. Die Biographiearbeit wird von Fachleuten unterrichtet, die hauptberuflich beratend tätig sind.

Mit bewusst gesetzten Impulsen wollen wir erreichen, dass nicht nur Lernstoff aufgenommen und reproduziert wird, sondern, dass der ganze Mensch in Bewegung kommt.